Skandinavisches Design: Licht und Luft und gute Laune fürs Baby

Im zweiten Teil unserer Serie zu exklusiven Kindermöbeln stellen wir drei Markenhersteller vor, die die klassische Linie skandinavischen Designs mit heller Farbgebung und Liebe fürs Detail verbinden – oder, bildlich gesprochen: die Schönheit eines klaren Wintertags mit dem Spiel der Blumenmädchen an Mittsommer.

Design-Legenden wie der Däne Arne Jacobsen haben weltweit einen Stil geprägt, der die organische Form perfekt mit dem Anspruch der Funktionalität vereint. Sein berühmter Stuhl „Ameise“ wurde millionenfach kopiert und Stanley Kubrick ließ die Astronauten im Filmklassiker Odyssee im Weltraum von Jacobsens Besteck „AJ“ speisen. Und dann ist da noch IKEA. Punkt. 

Kinderzimmerdesign von Leander

Warum aber ist ausgerechnet Skandinavien die Mutter des Gebrauchsdesign?

Ist es das spezielle Klima? Sommer, wie aus Licht gemacht, und endlos-lange, dunkle Winter? Die Magie der weißen Nächte und des Nordlichts? Fangen schwedische, finnische,  norwegische, isländische und dänische Designer gewissermaßen Sonnenstrahlen für die dunklen Tage ein, wie Frederick, die Maus aus dem gleichnamigen Kinderbuch?

Und wie gelingt es ihnen, bei aller Leichtigkeit so lösungsorientiert zu denken? 

Offen gesagt wissen wir es nicht. Was wir wissen, ist, dass wir uns damit wohlfühlen – genau wie unser Nachwuchs. Heute plaudern wir nicht aus dem Nähkästchen, sondern aus dem Kinderzimmer und stellen unsere persönlichen Lieblingsstücke vor.

Wenn Designer träumen: Stig Leander

Seit über zwanzig Jahren produziert der dänische Hersteller Leander neben Kindermöbeln Babybettwäsche, Kissen und Wickelauflagen in zarten, hellen Farbtönen, mit ruhigen grafischen Mustern.

Stig Leander, gelernter Schmied, Gründer und Chefdesigner des dänischen Herstellers vertraut dem, was er sieht und fühlt:

„Ich arbeite nicht mit Computer oder IPad. Was ich brauche, sind meine Augen, Hände, Pappe, Leim und Bindfaden. Ich probiere so lange aus, prüfe die Eigenschaften und Möglichkeiten des Materials, bis ein Stück sich richtig anfühlt. Da geht es eher um Chancen, als um Hindernisse oder Grenzen. Mich interessiert, was möglich ist. Ich träume, wenn ich arbeite.“

 Mitwachsendes Baby- und Kinderbett von Leander

Und was kommt dabei heraus, wenn dänische Designer träumen?

Zum Beispiel das Leander / Linea Babybett, das zeigt, wozu massive Eiche fähig ist: Mit abnehmbarem Seitenteil und höhenverstellbarer Liegefläche dient es als Babybettchen, Kinderbett oder Sofa und begleitet ihre Lieblinge durch die ersten vier Lebensjahre. Das Holz stammt aus Europa und  ist mit dem FSC-Zertifikat für nachhaltige Forstwirtschaft ausgezeichnet.

Alexander aus dem KidsWoodLove-Gründerteam hat das gute Stück zuhause:

„Was mir so gefällt ist das puristische Design – verbunden mit den vielen Gebrauchsmöglichkeiten. Wir haben die Seitenwand abgenommen, die Höhe angepasst und das Bettchen direkt an unser Ehebett geschoben. Nach unserem Sohn schläft jetzt unsere 16 Monate alte Tochter darin. Das ist wie eine Schlaflandschaft, in der wir alle genug Raum haben.“

Innovation im Häkel-Look: Sebra

Sebra Puppenwagen in weiß

Mia Sebra, Gründerin des dänischen Herstellers Sebra für Kindermöbel und Textilien, setzt auf die Verbindung alter Handwerkskunst mit jungem Design. Ihr Unternehmen verdankt sie ihrem Söhnchen Gustav:

„Als ich sein Zimmer einrichten wollte, fand ich keine Möbelstücke, die meinen Ansprüchen an Design und Qualität genügten. Also entwarf ich sie kurzerhand selbst.“

Davon hat nicht nur Gustav profitiert. Der kleine Sohn von KidsWoodLove-Mitgründer Andreas spaziert gern mit dem Ziehtier-Elefant auf Holzrädern durch die Wohnung. Und abends kuschelt er sich in die blaue Farm-Bettwäsche.  „Vor dem Einschlafen erklärt er mir, was er auf seiner Decke alles sieht, wie die Tiere und Maschinen heißen. Einen Traktor mit ins Bett nehmen, für ihn ist das ein Traum. Und mir macht’s auch Spaß. Außerdem ist sie schön weich und warm.“

Ziehtier Elefant von Sebra

Neben Möbeln designt Mia Sebra mit ihren Kollegen Spielzeuge, Textilien, Lampen und Leuchten. Auch bedruckte Taschen, Grußkarten, Geschenkpapier und andere Accessoires gibt es im charmant-verspielten Sebra-Look. Charakteristisch ist neben der Verwendung natürlicher Materialien wie Holz und Baumwolle der Einsatz alter Handwerksformen – Häkeln, Stricken, Knüpfen. Sebra-Produkte haben nicht nur eine lange Halbwertszeit, sie erinnern auch an früher, als Großmütter noch strickten und Boris Becker jeden Sommer Wimbledon gewann. 

Chic und schön wie Charlie Crane

Dann wäre da noch Charlie Crane. Was macht ein französischer Hersteller mit einem Markennamen, der an Helden unserer Kindheit wie Lucky Luke und Donald Duck erinnert, in einem Beitrag über skandinavisches Design? Ganz einfach: richtig schicke Kindermöbel. Selbstbewusst beziehen sich die jungen Designer auf Vergangenes: nämlich auf das skandinavische Industriedesign der 50er und 60er Jahre.

„Wir entwerfen Babymöbel, die man gerne im Wohnzimmer stehen hätte. Von denen man sich wünscht, es gäbe sie auch für Erwachsene.“

Leander Wickeltisch mit Wandaufhängung

Bei Charlie Crane ist ein Wickeltisch nicht einfach nur ein Wickeltisch, sondern mit seiner coolen leicht geschwungenen Form ein „Bel Objet“. NOGA ist raffiniert und raumsparend: mit einem Handgriff lässt sich die Ablage hochklappen und lehnt sich an die Zimmerwand.

Geht das zusammen: minimalistisch, cool und kindgerecht?

Wir finden: Ja! Denn Charlie Crane setzt auch auf weiche Formen, fröhliche Baby-Farben und nachwachsende Materialien.

Leander Designer Babywippe Levo

KidsWoodLove-Mitgründer Dmitry liebt die Baby-Wippe Levo, in der erst sein Töchterchen und dann sein kleiner Sohn geschaukelt haben. „Holz ist ein so warmes und lebendiges Material“, sagt Dmitry, der in seiner Freizeit gerne selber sägt und schraubt.

„Für unsere Kleinen gibt es nichts Schöneres, als sanft geschaukelt zu werden, während ihre Mama ihnen Lieder singt. Jetzt sind sie der Baby-Wippe entwachsen, und wir haben unser Lieblingsstück an Freunde verschenkt. Im Frühjahr erwarten sie Nachwuchs.“

Was macht gutes skandinavisches Design aus?

Hochwertige Kindermöbel von Markenherstellern bei KidsWoodLove

Kleines Kindermöbel-ABC

  • Bescheiden: Skandinavisches Design neigt zu Understatement: einem ruhigen, reduzierten Stil. Schnörkel, Protz und Prunk sucht man vergebens
  • Flexibel: Möbel, die in Form und Farbgebung mit vielem harmonieren
  • Formschön: Organische Formen, Hand- und Augenschmeichler
  • Freundlich: Pastelltöne und klare, strahlend-helle Farben bringen Licht und gute Laune ins Kinderzimmer
  • Funktional: Möbel, die mitwachsen, verstellbar, wandelbar und leicht zu transportieren sind
  • Innovativ: unerwartete Lösungen
  • Leicht: elegante, schlichte Formen, helle Farben
  • Nordisch by nature: Skandinavien steht für Wald und Weite. Kein Wunder, dass neben Leder, Baumwolle und Leinen beim Produktdesign vor allem helle Hölzer wie Fichte, Birke oder Kiefer zum Einsatz kommen
  • Raumgebend: Freiräume schaffen, statt Raum zu nehmen
  • Verspielt: Neben ruhigen grafischen Mustern sind da Tiere, Märchen- und Fabelwesen. Man denke nur an Mia Sebra, die in ihrer „In-the-Sky“-Serie einem kleinen Elefanten mit einem Strauß rosa Luftballons das Fliegen beibringt
  • Warm: Natürliche und naturbelassene Materialien strahlen Wärme aus
  • Wertig: hochwertige, langlebige Materialien, umweltschonend und gesundheitsverträglich bearbeitet

Basis für einen schönen kindgerechten Stilmix

Im Spätherbst, wenn die Tage kürzer werden, beginnt eine Zeit der Gemütlichkeit. Skandinavische Designideen bringen Licht und Leben in das Kinderzimmer – und lassen sich kinderleicht mit anderen Stilrichtungen kombinieren. Im Vordergrund steht dabei immer, was Kinder brauchen und was ihnen guttut: eben echte Feel-Good-Möbel.

Viel Freude beim Stöbern und Einrichten wünscht das KidsWoodLove-Team.

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  • Alice Huth
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