Welche Versicherungen Eltern wirklich brauchen – KidsWoodLove

Welche Versicherungen Eltern wirklich brauchen

Welche Versicherungen brauchen Eltern?

Das wichtigste in Kürze:

  • Privathaftpflicht: eine der wichtigsten Absicherungen, zwei wichtige Altersgruppen zu berücksichtigen
  • Unfallversicherungen: gesetzlicher Schutz nur während des Schul- oder Kindergartenbesuchs und der Hin- und Rückreise
  • Risikolebensversicherungen: wirksamer Schutz im Todesfall
  • Berufsunfähigkeitsversicherungen: Existenzsicherung, Ausgleich der Versorgungslücke
  • Zahnzusatzversicherungen: Kostenübernahme der gesetzlichen Versicherer nur bei ausgeprägten Zahnfehlstellungen
  • KidsWoodLove Fazit: 5 von 8 Versicherungen werden für Eltern empfohlen

Ein Neugeborenes stellt den Familienalltag auf den Kopf und vieles ändert sich. Für Eltern steht die Sorge um die Gesundheit des kleinen Erdenbürgers im Vordergrund. Es gibt verschiedene empfehlenswerte Policen, um ein Neugeborenes zu versichern. Die neue Lebenssituation ist ein optimaler Zeitpunkt, um den Versicherungsschutz der Familie zu überprüfen. Welche Versicherungen für Kinder sinnvoll sind und welche Versicherungsverträge überflüssig sind, erfahren Sie hier.

Inhalt:

1 Private Haftpflichtversicherung
2 Unfallversicherung für Ihr Kind
3 Riskiolebensversicherung
4 Berufsunfähigkeitsversicherung
5 Zahnzusatzversicherung
6 Sparen für's Studium
7 Klassische Rentenversicherung
8 Ambulante Zusatzversicherung
9 Fazit 

Unfallversicherung Babies und Kinder sinnvoll

Private Haftpflicht für Kinder - ein Muss für Familien

Der private Haftpflichtschutz ist eine der wichtigsten Absicherungen, auf die Sie nicht verzichten sollten. Zerkratzt der Nachwuchs beim Spielen das Auto des Nachbarn oder "malt" gar mit Steinen auf dem glänzend polierten Kofferraumdeckel, sind Sie schadenersatzpflichtig.

Die Haftung hängt dabei vom Alter der Kinder und der Aufsichtspflicht der Eltern ab, denn uneingeschränkt gilt der Leitsatz " Eltern haften für Ihre Kinder" nicht. Es werden zwei Altersgruppen unterschieden:

  • Kinder bis 7 Jahre
  • Kinder zwischen sieben und 18 Jahren

Haftpflichtversicherung für ein Baby - rechtzeitig an die Absicherung der Eltern denken

Auf die Versicherung für ein Baby können Sie zunächst verzichten, denn das Bürgerliche Gesetzbuch geht davon aus, dass Kinder unter 7 Jahre deliktunfähig sind. Als Eltern sind Sie in diesen Fällen nur bei einer Verletzung der Aufsichtspflicht haftbar. Für den Straßenverkehr sieht der Gesetzgeber eine Haftung erst ab einem Alter von 10 Jahren vor.

Dennoch wird es mit zunehmendem Alter der Kleinen Zeit, an die Haftpflicht für Kinder zu denken: Gerade im Kindergarten- oder Grundschulalter spielt der Nachwuchs durchaus einmal ohne elterliche Aufsicht, so dass Ihre Privathaftpflicht zu diesem Zeitpunkt auch Schäden durch deliktunfähige Kinder abdecken sollte.

< itemprop="name">Wie lange ist das Kind in der gesetzlichen Haftpflicht über die Eltern abgesichert?</>

Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahren sind über die Haftpflichtversicherung der Eltern abgesichert. In diesen Fällen gilt der Haftpflichtschutz länger:

  • Während des Studiums
  • Während der Ausbildung
  • Während eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder eines Bundesfreiwilligendienstes

Warten Kinder auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz oder sind andere Zeiträume zu überbrücken, greift der Haftpflichtschutz ebenfalls.Nach Abschluss der Ausbildung oder des Studiums erlischt der Haftpflichtschutz und eine eigene Police ist sinnvoll.

Haftpflichtversicherung Kinder
© Jess Lewis / Stocksy United

Unfallversicherung für Ihr Kind - wichtiger Schutz von Anfang an 

Einen Unfall, der eine lebenslange Beeinträchtigung nach sich zieht, möchte sich niemand für seinen Nachwuchs vorstellen. Dennoch ist es für junge Eltern wichtig, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Kinder genießen den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung nur während des Schul- oder Kindergartenbesuchs sowie auf den Wegen dorthin und nach Hause. Viele Unfälle passieren jedoch in der Freizeit, so dass eine private Unfallversicherung für Kinder sinnvoll ist. 

< itemprop="name">Ist die Unfallversicherung für Kinder und Babys empfehlenswert?</>

Im Haushalt lauern verschiedene Risiken, die bei den Kleinen schlimme Verletzungen verursachen können. So wird der versehentlich geöffnete Schrank mit den Putzmitteln für Krabbelkinder zur Gefahr, wenn sie mit giftigen Chemikalien in Kontakt kommen. Beginnen die Kleinen auf ihren wackeligen Beinchen die Welt zu entdecken und zu klettern, kann es zu folgenschweren Stürzen kommen. Und wenn die Kleinen selbst noch nicht mobil sind, kann ein Sturz vom Wickeltisch schlimme Verletzungen nach sich ziehen. Die Unfallversicherung für ein Baby ist daher ebenfalls zu empfehlen.

Unfallversicherung Kinder und Baby

© Mihajlo Ckovric / Stocksy United

Mit einer Unfallversicherung für Ihr Baby oder Kind treffen Sie eine ideale Vorsorge vom ersten Lebenstag an. Abhängig von Ihrer Tarifwahl erhalten Sie eine lebenslange Unfallrente und üblicherweise eine Einmalzahlung nach einem Unfall. Damit schaffen Sie beispielsweise ein behindertengerechtes Fahrzeug an oder bauen das Haus um. Übrigens ist der private Unfallschutz auch für Eltern zu empfehlen, denn die gesetzliche Unfallversicherung gilt lediglich während der Arbeitszeit. Und wenn Mama oder Papa daheim bleiben, um den Nachwuchs zu versorgen, gibt es keinen gesetzlichen Schutz. Der Münchener Verein bietet mit dem Produkt PrivatUnfall maßgeschneiderten Unfallschutz für junge Familien.

<>Die Vorteile der privaten Unfallversicherung für Familien im Überblick:</>
  • Kapitalleistung: einmalige Zahlung nach einem Unfall
  • Unfallrente: monatlich
  • Bergungskosten: Übernahme durch den Versicherer
  • Kosmetische Operationen: Kostenübernahme durch die Versicherung
  • Sicherheit: für nicht berufstätige Eltern ohne gesetzlichen Unfallschutz
  • Extras: Möglichkeit, weitere Assistanceleistungen zu versichern

Risikolebensversicherung Eltern

Risikolebensversicherung - wichtiger Schutz für Angehörige

Der Gedanke an den Tod eines Elternteils ist schmerzhaft und niemand möchte sich gern damit beschäftigen. Dennoch ist eine entsprechende Vorsorgeplanung für Eltern unerlässlich.

Junge Familien schaffen sich nach der Geburt eines Kindes oftmals eine eigene Immobilie an. Stirbt der Hauptverdiener, drohen den Hinterbliebenen hohe finanzielle Einbußen, denn die Kreditraten sind natürlich weiterhin fällig. Und selbst wenn Sie zur Miete wohnen und keine Ratenverpflichtungen haben, muss der finanzielle Alltag weiter gestemmt werden. Zu dem persönlichen Verlust kommen im schlimmsten Fall schwerwiegende Geldsorgen.

Die Risikoversicherung ist ein ausgezeichneter Schutz für den Todesfall. Stirbt der Hauptverdiener, zahlt die Versicherung die vertraglich vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen aus. Idealerweise beträgt die Versicherungssumme das fünffache Jahreseinkommen.

<>Die Vorteile der Risikolebensversicherung im Überblick:</>
  • Für Hinterbliebene: Idealer Schutz
  • Für den Hauptverdiener: Ausgezeichnete Absicherung
  • Für den Geldbeutel: Hohe Versicherungssummen zu attraktiven Konditionen
  • Für Ihre Baufinanzierungen & Immobliendarlehen: Ideale Sicherheit

Berufsunfähigkeitsversicherung - Schutz vor Einkommenseinbußen

Wenn ein Elternteil seinen Job nicht mehr ausüben kann, droht ein Einkommensverlust. Die gesetzliche Rentenversicherung bietet nur geringe oder keine Leistungen bei einer Berufsunfähigkeit - guter Rat ist teuer, wenn ein Einkommen plötzlich wegfällt und die Existenz der Familie auf dem Spiel steht.

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung schließen Sie die entstehende Versorgungslücke. Sie erhalten eine Rente, die bei rund 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens liegen sollte. Schließen Sie die BUZ am besten für den Hauptverdiener der Familie ab, um den Einkommensverlust auszugleichen. Wächst die kleine Familie weiter oder ändert sich Ihre Lebenssituation, haben Sie die Möglichkeit, den Versicherungsschutz anzupassen.

<>Die Vorteile der Berufsunfähigkeitsversicherung im Überblick:</>
  • Bei Berufsunfähigkeit: Ausgleich der Versorgungslücke
  • Zur Existenzsicherung: BUZ-Rente
  • Für den Hauptverdiener der Familie: Ideale Absicherung
  • Zur jeweiligen Lebensphase: Anpassung der Rentenhöhe
Kinder Zahnzusatzversicherung© Léa Jones / Stocksy United

Zahnzusatzversicherung - für das strahlende Lächeln Ihrer Kinder

Eltern möchten das Beste für Ihr Kind. Dazu gehört eine ausgezeichnete gesundheitliche Vorsorge. Vor allem im Bereich der Zahngesundheit bieten die gesetzlichen Krankenversicherungen eingeschränkte Leistungen.

Häufig benötigen Kinder und Jugendliche eine Zahnspange. Die gesetzlichen Versicherer übernehmen die Kosten für eine wirtschaftliche und zweckmäßige Behandlung nur bei ausgeprägten Zahnfehlstellungen. Bei kleineren Fehlstellungen gibt es keine Zahlungen der GKV. Legen Sie Wert auf bessere Materialien oder mehr Leistungen, um Ihrem Kind die kieferorthopädische Behandlung zu erleichtern, zahlen Sie das aus eigener Tasche. Mit einer Zahnzusatzversicherung für Kinder sichern Sie sich genau für diese Kosten ab.

Die Versicherung für das Kind dient als ideale Ergänzung der gesetzlichen Vorsorge. Verschiedene Anbieter haben den Zahnzusatzschutz im Portfolio. Bei einigen Versicherern finden Sie spezielle Tarife für Kinder:

  • Dent-Premium-Tarife der AXA:
    Die Tarife überzeugen unter anderem mit unbegrenzten Leistungen im Bereich der Kieferorthopädie. Die AXA übernimmt Kosten in Höhe von 90 Prozent bei den Fehlstellungsgraden KIG 2-5. Die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren. Darüber hinaus profitieren Sie von Kostenübernahmen für eine professionelle Zahnreinigung für Kinder.
  • ZahnPRIVAT-Premium-Tarife der UKV:
    Die UKV setzt mit Ihren ZahnPRIVAT-Premium-Tarifen auf leistungsstarken Schutz. Die Kostenübernahmen für kieferorthopädische Leistungen liegen bei allen Fehlstellungsgraden bei 90 Prozent. Eine Erstattungsgrenze gibt es im Premium-Tarif der UKV nicht. Ab dem fünften Versicherungsjahr leistet die UKV in unbegrenzter Höhe. Die Behandlung muss vor dem 19. Lebensjahr begonnen haben.
  • Zahnschutz-Tarife des Münchener Vereins:
    Entscheiden Sie sich für einen Zahnschutz-Tarif des Münchener Vereins, übernimmt der Anbieter Kosten für Kieferorthopädie sogar bis zum 21. Lebensjahr auch schon bei leichten Fehlstellungen. Der Versicherer zahlt 90 Prozent der Rechnungen. Zudem überzeugt der Münchener Verein mit umfangreichen Kostenerstattungen für die Zahnprophylaxe. Hier gehts zur Zahnzusatzversicherung des Münchener Vereins.

Mit einem Vergleich ermitteln Sie den passenden Anbieter für eine passgenaue Absicherung.

<>Die Vorteile der Zahnzusatzversicherung im Überblick:</>
  • Ausgezeichnete Ergänzung zur gesetzlichen Regelversorgung
  • Leistungen auch bei geringen Fehlstellungsgraden
  • Leistung für hochwertige Materialien und verbesserte Behandlungen
  • Umfangreiche Prophylaxeleistungen

Ausbildungsversicherung

Sparen für's Studium - Alternativen zur Ausbildungsversicherung

Eltern und Großeltern wollen nur das Beste für Ihr Kind und legen häufig mit einer Ausbildungsversicherung den Grundstein für die Finanzierung des Studiums. Monat für Monat sparen Sie einen bestimmten Betrag, zu einem festgelegten Zeitpunkt wird die Versicherung schließlich ausgezahlt. Vorteil dieser Vorsorgeform: Sterben Eltern oder Großeltern vor Ende der Laufzeit, übernimmt der Versicherer die restlichen Beiträge.

Empfehlenswert ist die Ausbildungsversicherung jedoch nicht. Die Vorsorge entspricht einer Kapitallebensversicherung, die nur sehr geringe Renditen erwirtschaftet. Verbraucherschützer raten daher zu Alternativen wie einem Fondssparplan.

Experten schätzen, dass ein Studium bis zu 65.000 Euro kostet. Eine Summe, die im Idealfall bis zum 18. Lebensjahr und dem Ende der Schulausbildung angespart werden sollte. Mit einem Fondssparplan erzielen Sie über den langen Zeitraum deutlich bessere Renditen. Insbesondere Indexfonds sind eine ausgezeichnet Wahl, denn die Fonds bieten dank breiter Streuung hohe Sicherheit, versprechen auf der anderen Seite aber eine angemessene Rendite.

Klassische Rentenversicherung nicht zu empfehlen

Auch eine klassische Rentenversicherung für Kinder ist nicht empfehlenswert. Die Laufzeit dieser Verträge beträgt bis zu 65 Jahre, das versicherte Kind zahlt die Beiträge im Erwachsenenalter selbst weiter. Wird die Police während der Laufzeit aufgelöst, drohen finanzielle Einbußen. Niemand weiß, wie sich die wirtschaftliche Lage in den nächsten Jahrzehnten entwickeln wird, von der persönlichen Lebensplanung des Kindes ganz zu schweigen.

Ambulante Zusatzversicherung - verzichtbar für Säuglinge und Kleinkinder

Die ambulante Zusatzversicherung übernimmt Kosten für bestimmte Leistungen, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht bezahlt. Dabei handelt es sich beispielsweise um Heilpraktikerleistungen oder Kosten für Sehhilfen. Kinder brauchen in der Regel noch keine teuren Sehhilfen. Und selbst bei kleinen Kindern stehen präventive Untersuchungen und mögliche Kinderkrankheiten im Vordergrund und nicht Behandlungen durch Heilpraktiker und Osteopathen. Die Versicherungsbeiträge für diese Absicherung sind in der Regel recht hoch, so dass sich die Absicherung nicht lohnt. Zahlen Sie die zusätzlichen Leistungen lieber aus eigener Tasche.

Fragen Sie einmal bei Ihrem gesetzlichen Versicherer nach: Insbesondere für Kinder übernehmen die Anbieter unter Umständen zusätzliche Leistungen, die über die gesetzliche Regelversorgung hinausgehen.

Fazit

< itemprop="name">Welche Versicherungen sind für Eltern empfehlenswert?</>

Eltern wünschen sich, dass ihr Kind sicher und behütet aufwächst. Dabei spielt der richtige Versicherungsschutz eine wichtige Rolle. Nicht jede Police ist unbedingt notwendig. Auf folgende Versicherungen sollten Sie als Familie nicht verzichten:

  • Private Haftpflichtversicherung
  • Unfallversicherung für Kind
  • Risikolebensversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung

Legen Sie Wert auf eine sehr gute zahnmedizinische Versorgung, ist auch eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll.

Anbieter werben häufig mit Ausbildungsversicherungen oder klassischen Rentenversicherungen für Kinder. Diese Versicherungen sind nur eingeschränkt zu empfehlen. Bessere Alternativen sind Fondssparpläne, die mit einer höheren Rendite überzeugen.

Überflüssig für Kinder ist die ambulante Zusatzversicherung, die in der Regel nur bis zu einem bestimmten Maximalbetrag leistet. Für Eltern lohnt es sich eher, Rücklagen zu bilden und die Zusatzleistungen aus eigener Tasche zu begleichen.

Übersicht: Versicherungen für Eltern

  Empfehlenswert
Ja / Nein
Private Haftpflichtversicherung
Unfallversicherung für Kind
Risikolebensversicherung
Berufsunfähigkeitsversicherung
Zahnzusatzversicherung 
Ausbildungsversicherung
Klassische Rentenversicherung
Ambulante Zusatzversicherung

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